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Miniaturisiertes Elektroniksystem zur schnellen Detektion von Viren und Bakterien im Desinfektionsmittelspender

Elektronikbauteil
Mit Hilfe eines neuartigen Elektroniksystems für Desinfektionsspender können Infektionen mit Bakterien oder Viren frühzeitig erkannt und so die Ausbreitung eingedämmt werden. © CHATCHAI-ROMBIX/stock.adobe.com

Motivation

KMU bilden eine tragende Säule der deutschen Wirtschaft. Sie sind oft hochspezialisiert, wichtige Partner in Innovations- und Wertschöpfungsketten und Treiber des technischen Fortschritts. KMU-getriebene Innovationen im Bereich der Elektroniksysteme tragen dazu bei, dass Deutschland seine Wettbewerbsfähigkeit als Produktions- und Entwicklungsstandort in den Anwenderbranchen elektronischer Systeme stärkt.

Ziele und Vorgehen

Multiresistente Erreger führen jährlich allein in Deutschland zu mehr als 10.000 Todesfällen und hohen Kosten. Epidemien mit Viren oder im Extremfall Pandemien wie bei COVID-19 können erhebliche gesellschaftliche Schäden nach sich ziehen. Könnten nur 20 % der Infektionen vermieden werden, bevor die Träger Symptome zeigen, ließe sich die Ausbreitung derartiger Infektionen deutlich einschränken. Ziel des Projekts ist ein neuartiges elektronisches Detektionssystem für Viren und Bakterien, das in einen Handdesinfektionsspender integriert ist. In dem von der Hand heruntertropfenden Desinfektionsmittel werden Krankheitserreger erkannt und das Ergebnis umgehend an eine zentrale Stelle weitergeleitet. Im Detektionssystem werden mehrere hochempfindliche elektronische und optische Messmethoden kombiniert und mittels Methoden der Künstlichen Intelligenz ausgewertet. Die Technologie wird anhand von Demonstratoren im realen Umfeld (z. B. im Pflegeheim) validiert.

Innovationen und Perspektiven

Das Vorhaben ist von herausragender gesellschaftlicher Relevanz und hat eine hohe strategische Bedeutung. Im Erfolgsfall ist ein großer Markterfolg absehbar. Daher werden die beteiligten Unternehmen ebenfalls sichtbar von den Ergebnissen profitieren.